Begriffe und Erläuterungen.
Dieses Know-how steckt in unseren Leitständen – und in über 80 erfolgreichen Projekten. Hier finden Sie alle Begriffe, Kennzahlen, Formeln, Aufgaben und Beispiele aus unseren Produkten zum Nachschlagen. Jeder Eintrag lässt sich aufklappen und direkt verlinken.
factory Projektleitstand.
Portfolio-Radar, Projekt-Cockpit und Regelkreis für Multiprojektmanagement, Projektcontrolling und Projektportfolio-Management.
Zur Produktseite: MPM-Multiprojektmanagement ↗Definition Projektleitstand
Definition von project biz ↗
Leitstände sind technische Systeme zur Online-Steuerung komplexer Prozesse. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo viele unterschiedliche Informationen laufend zusammengeführt, bewertet und in schnelle, fundierte Entscheidungen übersetzt werden müssen.
Der factory-Projektleitstand überträgt dieses Prinzip auf das Projektmanagement. Er begleitet den Projektprozess von der ersten Idee über die Freigabeentscheidung bis zum erfolgreichen Abschluss und unterstützt das Management dabei, Maßnahmen und Projekte zielgerichtet zu steuern.
Dazu werden strategische Ziele, Ressourcen, Prioritäten und weitere Vorgaben systematisch aufgenommen. Der Leitstand macht konkurrierende Anforderungen sichtbar, bewertet Ziele und Machbarkeiten unter Berücksichtigung der vorhandenen Rahmenbedingungen und schafft so eine belastbare Grundlage für die Entscheidung, welche Projekte gestartet, priorisiert und umgesetzt werden.
Die beiden Bereiche Multiprojektmanagement (MPM) und Single-Projektmanagement (SPM) arbeiten dabei in Echtzeit zusammen. Im MPM-Bereich setzt das Management Ziele, Prioritäten und Steuerungsvorgaben. Im SPM-Bereich werden die Projektdaten aus den Einzelprojekten erfasst – zum Beispiel Plandaten, Istdaten, Terminänderungen, Kostenentwicklungen, Ressourceninformationen oder Zuliefermeldungen.
Der Projektleitstand verdichtet diese Informationen zu steuerungsrelevanten Kennzahlen und stellt sie dem MPM-Bereich als aktuelles Lagebild bereit. Gleichzeitig wirken Entscheidungen aus dem Management direkt zurück in die Einzelprojekte. So entsteht ein geschlossener Steuerungskreislauf: Projektänderungen erzeugen Managementsignale, Managemententscheidungen starten Projektaktionen.
Was ist Multi-Projektmanagement (MPM)?
MPM ist die Management-Ebene über alle Projekte hinweg. Anders als das Single-Projekt enthält es nur die wesentlichen Kopfdaten aus den Einzelprojekten – keine Vorgangsdetails.
- Kopfdaten, berechnet aus vorgangsbezogenen Daten: Start, Ende, Summe Kosten, Summe Ergebnisse (PoP)
- Ergänzt um weitere Kopfdaten wie Projektname, Schlüssel, Textinformationen
- Verdichtete Kennzahlen (KPI & cKPI) für Priorisierung und Steuerung
- Drill-down direkt ins zugehörige Single-Projekt bei Bedarf
Was ist Single-Projektmanagement (SPM)?
SPM ist die operative Ebene innerhalb eines einzelnen Projekts und Träger aller wesentlichen Daten.
- Vorgangsbezogene Planung: Termine inkl. Meilensteine, Kosten, Ressourcen, Ergebnisse (PoP)
- Vorgangsbezogenes Ist: Ist-Kosten, Ist-Termine, Ist-Ergebnisse (PoP)
- Kopfdaten: Projektname, Keys, Textinformationen und berechnete Kennzahlen
- Basis für alle verdichteten Kennzahlen im MPM
Was sind Soll-Daten?
Soll-Daten sind Vorgaben auf MPM-Ebene, die eingehalten werden müssen – etwa strategische Budget- oder Terminziele für ein Projekt.
Agile Änderungen sind dabei an der Tagesordnung: Soll-Daten werden nicht einmalig eingefroren, sondern bei Bedarf über die Budgetanpassung durch die Controlling-Leitung weiterentwickelt.
Was sind Ist-Daten?
Ist-Daten sind die tatsächlichen Ergebnisse auf SPM-Ebene – das, was im Projekt bereits real erreicht, verbraucht oder abgeschlossen wurde.
Zusammen mit den Plandaten bilden sie die Grundlage für Soll-Ist-Vergleiche und Prognosen.
Was sind Plandaten?
Plandaten sind die Details auf SPM-Ebene, die beschreiben, wie die Soll-Vorgaben erreicht werden sollen – etwa Termine, Kosten und Ressourcen je Vorgang.
Sie sind die operative Übersetzung der strategischen Soll-Daten in einen konkreten Projektplan.
Was sind Prognosen?
Prognosen sind mathematische Auswertungen auf Basis verschiedener anerkannter Methoden – etwa Earned-Value-Management (EVM) oder Fortschrittsgradmethoden (PoP).
Sie verbinden Soll-, Ist- und Plandaten zu einer vorausschauenden Einschätzung, wie sich Kosten, Termine und Ergebnisse voraussichtlich entwickeln.
Warum sind Budgetanpassungen so wichtig?
Klassische Budgetfreigabe denkt in einem festen Zyklus: einmal geplant, einmal freigegeben, fertig. Agile Projekte funktionieren anders – Prioritäten, Scope und Ressourcenbedarf verschieben sich laufend.
Der Projektleitstand bildet deshalb Budgetanpassung statt starrer Freigabe ab: Die Controlling-Leitung kann Budgets jederzeit erhöhen, verringern oder Planbudgets freigeben – und der zuständige Projektleiter erhält die Entscheidung sofort zurückgespiegelt.
So bleibt das Budget so beweglich wie das Projekt selbst, ohne die Kontrolle über Freigaben zu verlieren.
Der Cube: Vorgangsebene aller Projekte
Der Cube ist die Sammlung bzw. Kopie aller Vorgänge aller Single-Projekte – eine Ebene unterhalb der reinen MPM-Kopfdaten.
Er wird zum Beispiel für die Ressourcenberechnung benötigt: Auf reiner MPM-Ebene lässt sich nicht ermitteln, wann welche Ressource gebraucht wird – dafür braucht es die Vorgangsdaten aus allen Projekten im Zugriff.
KPI vs. cKPI
KPI sind Kennzahlen, die automatisch aus üblichen Plan- und Ist-Angaben berechnet werden – ohne Zusatzaufwand für den Projektleiter.
cKPI (combined KPI) entstehen aus der Kombination mehrerer Kennzahlen und liefern tiefere Aussagen zu Planungsqualität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit.
Leitgedanke: ein Minimum an Dateneingaben – ein Maximum an Aussagekraft.
Fertigstellungsgrad Ergebnisse (PoP)
PoP steht für eine geplante Ergebnis-Mengeneinheit, unabhängig vom Aufwand. Beispiel: 100 Tabellen = 100 PoP, 30 Screens = 60 PoP, 50 Seiten Handbuch = 25 PoP, 10 Besprechungen = 10 PoP je Mitarbeiter.
So wird Fertigstellung an tatsächlichen Ergebnissen gemessen – nicht nur an verbrauchter Zeit.
Fertigstellungsgrad Restaufwand
Ergänzt den Budgetverbrauch um die Restarbeit-Perspektive: Budgetverbrauch fragt „Plan minus Ist“, der Fertigstellungsgrad fragt „Plan minus Rest“ – beides zusammen ergibt ein realistisches Bild.
Budgetverbrauch – Zeit & Geld
Budgetverbrauch Geld = Ist-Kosten ÷ Plan-Kosten
Zwei einfache, aber zentrale Verbrauchskennzahlen – Grundlage für Wirtschaftlichkeit und Zielerreichung.
CPI – Cost Performance Index
Misst die Produktivität: Wurden die fertiggestellten Vorgänge zu den geplanten Kosten realisiert? Nur aussagekräftig, wenn Planung und Ist-Erfassung dieselbe Struktur nutzen.
Norm: 100 %Wirtschaftlichkeit
Misst die Kosten-Nutzen-Relation: Wurde für das erreichte Ergebnis so viel Budget benötigt wie geplant? Ein Maß für die Effizienz der Investition.
Zielerreichung
Ein Maß für die Wirksamkeit des Projekts insgesamt. Beispiel: FG = 50 %, Budgetverbrauch = 50 %, Zeitverbrauch = 50 % → Zielerreichung = 100 %. Bei FG = 10 %, Budgetverbrauch = 10 %, Zeitverbrauch = 20 % ergibt sich dagegen nur 33 %.
Controllingtechnische Totzeit
Zeigt, wie lange es dauert, bis der erste Vorgang eines Projekts abgeschlossen ist – erst dann lässt sich ein belastbarer CPI messen.
Je länger diese Totzeit, desto später fällt auf, ob die Planung realistisch war: ein direktes Maß für Planungsrisiko.
Richtwert bei IT-Projekten: unter 12 %Abnahmerisiko
Je mehr Vorgänge gleichzeitig „offen“ sind, desto größer das Risiko bei der Abnahme. Im Ist entspricht dieser Wert dem maximal auftretenden Obligo.
Richtwert bei IT-Projekten: unter 30 %Ressourcenspitze
Beantwortet die Frage: Wie viele Personen werden in der Spitzenlast benötigt – z. B. wie viele Experten mit einem bestimmten Know-how gleichzeitig? Grundlasten sollten dabei separat betrachtet werden.
Projektwert pro Tag
Zeigt, wie viel Budget ein Projektleiter im Schnitt pro Tag verantwortet – ein Indikator für den nötigen Reifegrad der eingesetzten Projektleitung.
Richtwert bei Beratungsprojekten: unter 20 T€Projektwert pro Vorgang
Zeigt, wie fein ein Projekt strukturiert ist – ein Indikator für den Reifegrad der Projektplanung.
Richtwert bei IT-Projekten: unter 50 T€Bedarf an Projektleitern
Ein grober Überschlag, wie viel Projektleitungskapazität ein Projekt benötigt – auf Basis eines unternehmensspezifischen Erfahrungswerts.
Richtwert im Bauwesen: Norm ca. 1 Mio. € Leistung pro Jahr und ProjektleiterLive erweiterbar
Der Kennzahlenkatalog des Projektleitstands ist nicht statisch. Neue Kennzahlen können im laufenden Betrieb ergänzt werden – abgestimmt auf Ihre Steuerungslogik, Ihre Branche und Ihre Datenbasis.
Sprechen Sie uns an, welche Kennzahl Ihrem Management noch fehlt.
Warum muss ich den Workflow „treiben“?
Der Alltag ist geprägt von einer Flut an E-Mails, Chatnachrichten und Tickets – wichtige Informationen gehen darin unter, und niemand reagiert von allein rechtzeitig.
Der Projektleitstand „treibt“ den Workflow deshalb aktiv: Er verschickt keine allgemeine Mail, sondern eine konkrete Aufforderung an genau die verantwortliche Person – mit einem Link direkt auf „ihre“ Datenmaske, in der die Entscheidung oder Eingabe ansteht.
Das Ergebnis: keine Suche nach der richtigen Stelle im System, keine Rückfragen – sondern ein Klick zur konkreten Aufgabe.
Was ist DMS im Projektleitstand?
DMS steht für Dokumenten-Management-System. Im Projektleitstand verknüpft die DMS-Engine jede relevante Änderung automatisch mit ihrem Nachweis – Protokoll, Freigabe, Vertrag oder Lieferantendokument.
So bleibt jede Kennzahl, jede Eskalation und jede Entscheidung im Leitstand belegbar, ohne dass Dokumente manuell gesucht oder verlinkt werden müssen.
Was bedeutet PRM?
PRM steht für Partner- und Rollen-Management. Die PRM-Engine ermittelt automatisch, wer für einen Vorgang zuständig ist – Rolle, Person, Team oder Entscheider – auch über Unternehmensgrenzen hinweg, etwa bei externen Lieferanten oder Partnerfirmen.
Erst durch PRM weiß der Workflow, an wen genau eine Aufforderung, Freigabe oder Eskalation adressiert werden muss.
Was ist KRITIS?
KRITIS steht für Kritische Infrastrukturen – Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall erhebliche Folgen für die Versorgung der Bevölkerung oder die öffentliche Sicherheit hätte. Dazu zählen unter anderem die Sektoren Energie, Wasser, Gesundheit, Transport & Verkehr, Ernährung, Finanz- und Versicherungswesen sowie Informationstechnik und Telekommunikation.
Betreiber kritischer Infrastrukturen unterliegen in Deutschland besonderen gesetzlichen Anforderungen an die IT-Sicherheit (u. a. BSI-Gesetz und BSI-Kritisverordnung): Sie müssen den Stand der Technik einhalten, Sicherheitsvorfälle melden und ihre Vorkehrungen regelmäßig nachweisen.
KRITIS-konforme Auslieferung bedeutet für den Projektleitstand: Der On-Premise-Betrieb erfolgt vollständig in Ihrer eigenen, abgesicherten Infrastruktur – ohne Cloud-Zwang, auf Wunsch in abgeschotteten Netzen, mit nachvollziehbaren Update-Prozessen und einer Systemarchitektur, die sich in Ihre Sicherheits- und Nachweisanforderungen einfügt.
factory Facility-Management-Leitstand.
CAFM-Software als aktiver Leitstand: Objektstruktur, Prüfpflichten, WatchDog, Instandhaltung, Dokumente und Kosten.
Zur Produktseite: FM-Facility Management ↗Was ist ein Facility-Objekt?
Das Facility-Objekt ist das zentrale Informationsobjekt des Leitstands. Ein Facility-Objekt kann zum Beispiel sein: eine Liegenschaft, ein Gebäude, ein Gebäudeteil, ein Raum, eine Wohnung, eine technische Anlage, ein prüfpflichtiges Objekt, ein Vertrag, ein Dokument, ein Instandhaltungsvorgang, eine Maßnahme, ein Auftrag oder ein Ansprechpartner.
Jedes Facility-Objekt bringt seine Informationen, Termine, Dokumente, Pflichten, Kosten und Maßnahmen mit – und wird dadurch steuerbar.
Customizing
Die Struktur des Facility-Management-Leitstands wird per Customizing eingerichtet – ohne Programmierung. Sie definieren Ebenen (z. B. Liegenschaft → Gebäude → Räume), Attribute je Objekt (z. B. Status, Fläche, monatliche Heizkosten, Besonderheiten) sowie zusätzliche Objektkategorien (z. B. Brandschutztüren am Gebäude).
So folgt der Leitstand Ihrem Bestand und Ihren Prozessen – nicht umgekehrt.
Was bedeutet generisch?
Generisch bedeutet: Die Grundfunktionen des Systems sind nicht fest auf einen einzigen Objekttyp programmiert, sondern können für verschiedene Ebenen und Objektarten verwendet werden.
Beispiel: Dokumente, Termine, Kontakte, Aufgaben, Status, Wiedervorlagen, Freigaben und Historien funktionieren nicht nur für Gebäude, sondern genauso für Räume, Wohnungen, technische Anlagen, Brandschutztüren, Verträge, Prüfobjekte oder Instandhaltungsmaßnahmen.
Dadurch können auch sehr individuelle Facility-Strukturen schnell und nachvollziehbar abgebildet werden.
WatchDog
Der WatchDog überwacht Termine und Fristen automatisch. Alle Termine – auch mit individuellen Vorlaufzeiten – können für die Überwachung genutzt werden: Prüftermine, Wartungen, Ablaufdaten von Dokumenten, Wiedervorlagen oder Fristen zur Mängelbeseitigung.
Der WatchDog kann auch prüfen, ob erforderliche Anpassungen in festgelegten Fristen erfolgt sind – und eskaliert bei Fristüberschreitung an die hinterlegte Stelle.
So zeigt der Leitstand dem Facility Manager rechtzeitig an, wo eine Prüfung, Maßnahme oder Entscheidung ansteht.
MPM im Facility Management
MPM steht hier für die übergreifende Steuerung mehrerer Objekte, Maßnahmen und Programme: Portfolioübersicht über alle Liegenschaften, Priorisierung von Maßnahmen, Budget- und Kapazitätsplanung, Jahresplanung für Prüfungen und Instandhaltung, Management-Reporting und Freigabe von Maßnahmenpaketen.
Beispiel: Das Management sieht alle anstehenden Instandhaltungsmaßnahmen über mehrere Gebäude hinweg, bewertet Priorität, Kosten und Dringlichkeit und entscheidet, welche Maßnahmen freigegeben werden.
SPM im Facility Management
SPM steht für die operative Steuerung einzelner Vorgänge: eine einzelne Instandhaltungsmaßnahme, Prüfung, Wartung, Mieteranfrage, Schadensmeldung, Besichtigung oder ein einzelnes Modernisierungsprojekt.
Beispiel: Für eine defekte Brandschutztür wird ein Vorgang angelegt – mit Beschreibung, Fotos, Prüfdokumenten, Verantwortlichen, Termin, Dienstleister, Kosten, Freigabe und Abschlussdokumentation.
Energie- & Nachhaltigkeitscockpit
Aufgabe: Verbrauchs-, Kosten- und Zustandsinformationen zu Energie, Wärme und Kälte objektbezogen sichtbar machen – mit Vergleichen nach Zeitraum und Gebäude, Auffälligkeiten und daraus abgeleiteten energetischen Maßnahmen.
Beispiel: Der Wärmeverbrauch von Haus C liegt deutlich über dem vergleichbarer Gebäude im Portfolio. Der Leitstand macht die Abweichung sichtbar, verbindet sie mit dem Gebäude und seinen Anlagen – und aus der Erkenntnis wird direkt eine Maßnahme mit Verantwortlichem, Termin und Fortschrittsverfolgung, statt einer Zahl, die in einer Excel-Tabelle versandet.
Betreiberpflichten-Kataster
Aufgabe: Alle prüfpflichtigen Objekte mit Pflichtart, Regeltermin, Verantwortlichem, Dienstleister, Nachweisdokument und Eskalationsregel in einem Kataster führen – inklusive dokumentierter Pflichtendelegation an interne oder externe Stellen.
Beispiel: Die wiederkehrende Aufzugsprüfung in Haus B steht im Kataster mit Termin, zuständigem Prüfer und hinterlegtem Nachweis. Der FM-Leitstand zeigt damit nicht nur, welche Pflicht besteht, sondern auch, ob sie erfüllt, dokumentiert und nachverfolgt wurde – im Ernstfall der entscheidende Nachweis der Betreiberverantwortung.
Prognose der Instandhaltungskosten
Aufgabe: Aus Kostenhistorie je Objekt, erwarteten Maßnahmen, wiederkehrenden Wartungskosten und erkanntem Sanierungsbedarf eine belastbare Budgetvorschau erstellen – mit Prioritätsklassen und Portfoliovergleich.
Beispiel: Die Kostenhistorie der Heizungsanlagen über alle Gebäude zeigt steigende Reparaturkosten bei zwei Anlagen. Der Leitstand macht daraus eine Budgetvorschau für das kommende Jahr – das Management erkennt den Sanierungsbedarf vor der Havarie statt danach.
Investitions- & Sanierungsprogramme
Aufgabe: Mehrere Einzelmaßnahmen zu einem Programm bündeln, Varianten bewerten, Freigaben steuern, Projektstatus überwachen und Managemententscheidungen mit Dokumenten vorbereiten.
Beispiel: Eine Fassadensanierung über drei Gebäude wird als Programm angelegt: Varianten mit Kosten und Nutzen, Freigabe je Maßnahmenpaket, laufender Status je Gebäude. Der FM-Leitstand hält Einzelmaßnahmen, Budget und Entscheidung zusammen – nach derselben Regelkreis-Logik wie der Projektleitstand.
Kunden- & Mieterportal
Aufgabe: Kunden, Mietern und Nutzern über ein FM-Portal direkten, objektbezogenen Zugriff auf ihre Informationen geben – Kosten, Verbräuche, Dokumente und Vorgänge.
Beispiel: Der Vermieter eines Büroturms gibt seinen Kunden Zugriff auf ihre monatlichen Klimakosten – je Einheit, mit Nachweisen und Historie. Der FM-Leitstand liefert die Daten direkt aus der Objektstruktur, statt dass die Verwaltung jeden Monat Auswertungen per E-Mail verschickt.
Mobile Schadensmeldung
Aufgabe: Schäden und Störungen direkt vor Ort erfassen – mit Foto, Objektbezug, Priorität und automatischer Weiterleitung als Auftrag an den zuständigen Bearbeiter oder Dienstleister.
Beispiel: Der Hausmeister fotografiert eine beschädigte Kellertür mit dem Smartphone. Im Leitstand entsteht sofort ein Vorgang am richtigen Objekt – mit Bild, Priorität und Auftrag. Nichts geht auf Zetteln oder in Anrufen verloren, und der Abschluss ist dokumentiert.
Übergabe- & Abnahmeprozesse
Aufgabe: Übergaben und Abnahmen von Einheiten, Flächen oder Gewerken strukturiert durchführen – mit Checklisten, Protokollen, Fotos, Zählerständen, festgestellten Mängeln und daraus erzeugten Maßnahmen.
Beispiel: Bei der Übergabe der Wohnung A-14 entsteht das Protokoll digital am Objekt: Zählerstände, Fotos, zwei festgestellte Mängel – die sofort als Maßnahmen mit Frist vor dem Einzug des Nachmieters laufen. Der FM-Leitstand verbindet Übergabe, Nachweis und Folgeaufgaben lückenlos.
Vertragsmanagement
Aufgabe: Wartungs- und Mietverträge direkt am passenden Objekt führen – mit Laufzeiten, Kündigungsfristen, Ansprechpartnern, Konditionen und Dokumenten, überwacht durch den WatchDog.
Beispiel: Der Wartungsvertrag für den Aufzug in Haus B hängt am Anlagenobjekt; seine Kündigungsfrist ist als WatchDog-Termin mit Vorlauf hinterlegt. Der FM-Leitstand erinnert rechtzeitig vor der stillen Verlängerung – und die Entscheidung „verlängern oder neu ausschreiben“ wird mit Einsatzhistorie und Kosten des Dienstleisters vorbereitet.
Fehlt ein Begriff? Sprechen Sie uns an.
Wir erweitern dieses Know-how laufend – aus unseren Projekten und aus den Fragen unserer Kunden.